Schweizer Schokolade- und Backwarenindustrie: Musterschüler in der Vermeidung von „Food Waste“

Die Schweizer Schokolade- und Backwarenindustrie ist ein Musterbeispiel bei der Vermeidung von „Food Waste“. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie des Bundesamts für Umwelt.


Die Hälfte der Lebensmittelverluste („Food Waste“) in der Schweiz fällt gemäss den Zahlen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) bei den Konsumenten an, 22% in der Lebensmittelproduktion und Verarbeitung, 13% in der Landwirtschaft, 8% in der Lagerung und 7% im Vertrieb. Der Anteil bei der Produktion und Verarbeitung besteht jedoch zu rund einem Viertel aus unvermeidbaren Abfällen (wie z.B. Schälabfällen). 75% der verbleibenden Abfälle wird zudem an Tiere verfüttert und bleibt deshalb in der Nahrungsmittel-Produktionskette erhalten.


Die Hersteller von Backwaren- und Kakaoprodukten weisen mit 3% resp. 5% (bei einem Durchschnittswert von rund 20% in der Lebensmittelproduktion) die tiefsten Verlustanteile innerhalb der Nahrungsmittelindustrie auf. Vor diesem Hintergrund es nicht nachvollziehbar, dass das BAFU in seiner heutigen Medienmitteilung „beschädigte Schokoladetafeln“ als Beispiel von Food Waste in der Lebensmittelindustrie nennt. Das Beispiel ist missglückt, da die Hersteller von Schweizer Schokolade, wie die Studie des BAFU selber zeigt, eines der besten Ergebnisse in der Abfallvermeidung aufweisen. Schweizer Schokolade wird mit grösster Sorgfalt hergestellt, und Ausschuss in Form von beschädigten Schokoladetafeln entsteht kaum. Treten im Rahmen des Herstellungsprozesses dennoch vereinzelt Produkte mit kleineren Schönheitsfehlern auf, so findet die begehrte Schokolade trotzdem ihre Abnehmer, z.B. über die Abgabe an Mitarbeitende oder über Spenden an gemeinnützige Organisationen.

Das BAFU schliesst aus dem missglückten Beispiel der „beschädigten Schokoladetafeln“, dass „in der Technik ein grosses Potential zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen“ liege. CHOCOSUISSE hat heute den zuständigen Mitarbeiter des BAFU zur Besichtigung einer Schokoladefabrik eingeladen, damit sich dieser vor Ort über die in der Herstellung von Schokoladetafeln zur Anwendung gelangende Technik und die dabei angewendete Sorgfalt informieren kann.


Rückfragen:
Urs Furrer
E-Mail: urs.furrer@chocosuisse.ch
Telefon: 079 215 81 30