125 Jahre CHOCOSUISSE

Bern, 9. Juni 2026 – CHOCOSUISSE, der Verband Schweizerischer Schokoladefabrikanten, feiert 2026 sein 125-jähriges Bestehen. Anlässlich einer Jubiläumsfeier am 12. Juni mit Mitgliedunternehmen und geladenen Gästen blickt der Verband auf seine Geschichte zurück – und richtet den Blick zugleich auf die Zukunft einer Branche, die wie kaum eine andere mit der Schweiz verbunden ist.

Seit der Gründung am 1. Juli 1901 setzt sich CHOCOSUISSE für die Schweizer Schokoladeindustrie ein. Entstanden ist der Verband nicht aus einer Notlage, sondern in einer Phase starken Wachstums: Um die Jahrhundertwende gewann Schweizer Schokolade international rasch an Bedeutung, und die Branche organisierte sich, um Qualität, gemeinsame Interessen und den guten Ruf der Schweizer Schokolade zu sichern.

«125 Jahre CHOCOSUISSE zeigen, wie wichtig gemeinsames Handeln für eine starke Branche ist. Schweizer Schokolade steht weltweit für Qualität, Innovation und Genuss. Dieses Erbe wollen wir bewahren und zugleich in die Zukunft tragen. Unser Kernanliegen ist, dass die Schweiz ein attraktiver Standort ist, um Lebensmittel zu produzieren.», sagt Beat Vonlanthen, Präsident von CHOCOSUISSE.

Die Aufgaben von CHOCOSUISSE haben sich im Lauf der Zeit verändert – der Grundgedanke ist geblieben. Während früher unter anderem die Sicherstellung der Rohstoffversorgung, die Koordination in Krisenzeiten und der Aufbau gemeinsamer Regeln im Vordergrund standen, setzt sich der Verband heute für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, den Schutz der Bezeichnung «Schweizer Schokolade», Arbeitgeberthemen, Ausbildung, Nachhaltigkeit und den Zugang zu internationalen Märkten ein. Dass Zusammenarbeit in der Branche mehr ist als ein Schlagwort, zeigte sich bereits in der Kriegszeit: Bei einem Kakaoengpass im Jahr 1941 wurden 200 Tonnen Rohkakao solidarisch zwischen Betrieben umverteilt, um die Produktion aufrechtzuerhalten.

Ein zentrales Anliegen bleibt der Schutz des guten Rufes der Schweizer Schokolade im In- und Ausland. Die Bezeichnung «Schweizer Schokolade» ist nicht nur für die Unternehmen der Branche von grosser Bedeutung, sondern auch Teil des internationalen Ansehens der Schweiz. CHOCOSUISSE engagiert sich deshalb seit Jahrzehnten für klare Regeln, glaubwürdige Herkunftsangaben und den Schutz vor missbräuchlicher Verwendung des Schweizer Qualitätsversprechens. Aktuell bearbeitet CHOCOSUISSE weltweit rund 290 Fälle zum Schutz der Bezeichnung «Schweizer Schokolade».

Um qualitativ gute Schokolade zu produzieren, sind gut ausgebildete Mitarbeitende zentral. Daher engagierte sich CHOCOSUISSE, um die Berufslehre Lebensmitteltechnologie mit Fachrichtung Schokolade zu entwickeln, welche 1976 eingeführt wurde. Heute engagieren sich CHOCOSUISSE und ihre Mitgliedunternehmen weiterhin für eine starke Berufsbildung und die gezielte Förderung des beruflichen Nachwuchses. Mit der neuen Bildungsverordnung «Foodtura 25» wurde die Ausbildung per Lehrbeginn 2025 an die aktuellen Anforderungen der Branche angepasst; die Schokoladenbetriebe bilden seither im Schwerpunkt «Schokolade und Zuckerwaren» aus. Damit leistet CHOCOSUISSE einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel und für die Zukunft der Schweizer Schokoladeindustrie.

Das Jubiläum fällt mit einem Wechsel an der Verbandsspitze zusammen: An der Generalversammlung vom 12. Juni 2026 soll Nationalrat Martin Candinas als neuer Präsident von CHOCOSUISSE gewählt werden. Er wurde von den Leitungsgremien von CHOCOSUISSE und BISCOSUISSE als Nachfolger von Alt-Ständerat Beat Vonlanthen nominiert, der das Präsidium seit 2017 innehat.

Für Rückfragen:

Dr. Roger Wehrli | Direktor CHOCOSUISSE | roger.wehrli@chocosuisse.ch | +41 (0)31 310 09 91

Lydia Toth | Leiterin Kommunikation und Public Affairs CHOCOSUISSE | lydia.toth@chocosuisse.ch | +41 (0)31 310 09 98

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